Wer bin ich, als künstler?

"Meine kUNST IST Der Anker, der mich von der Gleichgültigkeit fernhält und von der Blindheit beschützt.                                                                             sie ist wie Ein Netz, in dem ich mich getragen und aufgefangen fühle. Die Kunst gibt mir einen Platz in dieser Welt."

 

 

 

In meiner Ausbildung zum Goldschmied und Graveur an der HTL Ferlach wurde meine Liebe zur Kunst geweckt. Nach meinem erfolgreichen Abschluss legte ich alle Energie in die Verbildlichung meiner Gedanken und meiner Seele. Ich erkenne immer mehr, dass es meine Herausforderung als Künstler ist, meine zwei Seelen im Gleichgewicht zu halten. Die eine Hälfte will eintauchen, mit schwimmen und untergehen. In einem Gefühl der Zugehörigkeit zu einem großen Ganzen. Zum Frieden, zur Liebe und Schönheit, zur Geborgenheit und Fantasie, zur Verrücktheit und Freiheit, zur Hoffnung, Gnade und zur Freude. Die andere Seite will den Schrecken der Realität zeigen. Sie muss es! Das Licht wird nicht geschätzt, wenn man nicht auch die Dunkelheit kennt. Der Friede wird nicht geschätzt ohne die Verzweiflung, ohne den Abgrund und die Hoffnungslosigkeit. Aus diesem Grund muss ich beides malen. Den Krieg und die Verzweiflung in mir, aber auch die Hoffnung auf die Erlösung. Oft mit meinem hilfreichen Freund - der Fantasie.

Arbeitsweisen:

Mein Arbeitsmedium richtet sich sehr nach dem von mir gewünschten Ergebnis und der Wirkung. Zuerst ist die Idee. Ich frage mich, mit welchem Medium lässt sich meine Vorstellung dieser Idee am besten umsetzen. Will ich Größe um dadurch schon eine Wirkung zu erzielen? Erreiche ich die von mir gewünschte Wirkung vor allem durch intensive Farbe, oder eher durch hell- dunkel Kontraste? Will ich die Arbeit schnell erledigen, oder mich eher intensiv mit der Idee beschäftigen?... Sind diese Fragen für mich beantwortet, wähle ich meine Technik. Das kann zb Bleistift auf Papier oder Leinwand sein, Öl auf Leinwand oder Holz, Aquarell auf Papier, Buntstift auf Papier, oder auch eine Mischung aus verschiedenen Techniken. Aus den oben gestellten Fragen ergibt sich ein schier unendliches Universum an Möglichkeiten, an deren Oberfläche ich gerade erst kratze. Es warten noch viele Techniken und Verfahren, die ich in Zukunft anwenden und verbinden möchte. Ein Beispiel dafür wäre die Verbindung von Graveur-und Golschmiedetechniken in Verbindung mit Zeichnung oder Malerei. Zum Glück habe ich vor, durchaus lange zu leben, um viele meiner Ideen zumindest im Ansatz umsetzen zu können.

 

 


WER BIN ICH, ALS MENSCH?

 

Zuerst bin ich eine Mutter. Meine Kinder sind nicht mehr besonders jung, doch trotzdem werde ich dieser Aufgabe immer alle anderen Aufgaben unterordnen. Das beinhaltet auch meine Künstlerische Tätigkeit. Ausstellungen und Aufträge nehme ich nur an, wenn dadurch das Familienleben nicht besonders beeinträchtigt wird. Keine Frage, ich war oft hin und her gerissen zwischen Abgabeterminen, Ausstellungen, Familienleben, Haushalt, Schule, Kindererziehung...Doch, seit ich meinen Blick auf das Wesentliche schärfen konnte, (mit reichlich Potential nach Oben was das Schärfen angeht) lebe ich harmonischer mit mir und meinem direkten Umfeld. Das bedeutet allerdings auch extreme Entschleunigung, was natürlich zu einem deutlich kleineren Arbeitspensum führt. Den Wunschtraum, ich wäre in der Lage ein künstlerisch erfolgreiches Leben mit einem stabilen, für alle zufriedenstellenden Familienleben in Einklang zu bringen, verabschiedete ich nach reiflicher Überlegung. An die Stelle dieses Traumes trat ein ehrlicherer und freundlicherer Umgang mit mir selbst und meiner Umgebung.

Ich mag Tiere und fühle mich in deren Umgebung oft deutlich wohler als in der von Menschen.

Weiters bin ich sehr an Heilkräutern, deren Wirkweise, und Verwendung, beziehungsweise Verarbeitung interessiert.

Mir gefällt es, Tinkturen, Auszüge und Salben herzustellen, vor allem wenn ich die Kräuter dafür selbst sammeln konnte.